Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Was ist wichtiger?

Ein Mann kam zu Tao-hsin und fragte ihn:

„Was ist wichtiger: die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?“

Tao-hsin trat zu dem Mann hin, schlug ihn, setzte sich wieder und fragte:

„Was war schlimmer: mich kommen zu sehen oder der Schmerz oder die Erinnerung daran?“

Der Mann war sprachlos und ging.

(Buddhistische Anekdote)


 

2 Kommentare zu „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Was ist wichtiger?

    1. „Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein. (Buddha)“

      – …. ja, aber nur dann, wenn es auch so sein soll (meine Meinung). Ich antworte auch gerne mit einem Zitat:

      „[…] Es mißlingt fast immer, wenn man sich auflehnt gegen sein eigenes Gesetz. Aber jeder hat sein inneres Gesetz: der eine geht nach oben, der andere nach unten, und wer steigen soll, wird steigen, und wer fallen soll, wird fallen. „[…]
      (Stefan Zweig, aus dem Buch: Rausch der Verwandlung) – eine sehr empfehlenswerte Lektüre, finde ich.

      Und dann gibt es auch noch diese Komponente:
      Was du innerlich ablehnst (der tägliche innere Widerstand gegen etwas in deinem Leben), das ziehst du an, das tritt in dein Leben.

      Unbewusst und oft automatisch denken wir nämlich viel öfter an Dinge, die wir innerlich ablehnen, die wir nicht wollen, als daran, das wir haben oder sein wollen. Der innere Widerstand besitzt eine mächtige negative Energie, die man nicht so leicht mit positiven Suggestionen kompensieren kann; da kann man noch so oft wiederholen, dass man erfolgreich ist, wenn man dies in der Realität nicht ist. Bei jeder Wiederholung dieses stummen Satzes (positive Suggestion) bricht der Verstand in schallendes Gelächter aus.

      Meine Meinung; Akzeptanz ist der erste Schritt zur Veränderung. Das Leben lässt sich nicht bezwingen, man kann nichts erzwingen – zumindest nicht auf Dauer.

      Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir mit unserer Gedankenkraft alles kontrollieren und bestimmen können, was alles und wie alles zu geschehen hat, wenn wir uns in Gedanken nur lange genug darauf fokussieren. Es gelingt, wenn es sein soll und es gelingt nicht, wenn es nicht sein soll. Wenn es nicht so wäre, würden doch alle unsere Träume und Ziele in Erfüllung gehen und es gebe nur glückliche Menschen auf der Welt. Jene zumindest, die sich diesen Spruch von Buddha zu eigen machen. Ich denke, die Realität sieht anders aus – es gäbe sonst nicht so viel Unzufriedenheit und Frust weltweit.

      Der Spruch von Buddha funktioniert nur eingeschränkt, in einem bestimmten Ausmaß; Jeder kann nur soviel sein, soviel erreichen, was für ihn in seinem persönlichen Leben eben möglich ist.
      Fakt ist, dass es viele Menschen gibt, denen glückliche Umstände in den Schoß fallen, ohne, dass sie sich dafür auf der mentalen Ebene oder in ihren Handlungen angestrengt hatten – einfach so. Und dann gibt es jene zahlreiche, die sich täglich anstrengen, ihr bestes geben und ihre Träume trotzdem nicht verwirklichen können, obwohl sie alles, was sie dafür tun, vom ganzen Herzen, voller Sehnsucht tun und an nichts anderes mehr denken können. Wieso gelingt es ihnen dann nicht? Buddha hat doch gesagt: „Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein.“

      Je stärker man etwas für sich wünscht, sich in Gedanken auf etwas, was noch nicht ist, fokussiert, umso mehr nährt man die Energie des Mangels dessen, was noch nicht ist. Dann kommt noch der innere Widerstand, die innere Ablehnung gegen eine bestimmte Situation hinzu, die man unbedingt ändern möchte und so ist man derart mit negativer Energie vollgepumpt, dass man davon innerlich fast erdrückt wird. Irgendwann wundert man sich, dass einem nicht nur etwas nicht gelingt, sondern auch noch diverse negative Ereignisse auftauchen und neue Probleme auslösen.

      Wir können nicht alles kontrollieren und bestimmen, wie alles zu geschehen hat – das Leben geht nur allzu oft und gern seine eigenen Wege. Dinge geschehen oder geschehen nicht so, wie man es wollte, wie man es sich in Gedanken tausendmal vorgestellt hatte. Und auch wenn ein Traum in Erfüllung geht, muss man irgendwo, auf einer anderen Seite Kompromisse in Kauf nehmen. Es ist nicht immer alles nur schlecht, es ist nicht alles immer nur gut (Dualität). Es kommt darauf an, was man daraus macht.

      Wenn man etwas innerlich ablehnt und mit dieser negativen Energie für eine Verbesserung weiterkämpft, wird man vom Regen in die Traufe kommen. Akzeptanz und Vertrauen wäre hier der richtige Ansatz – das ist meine Meinung. Akzeptanz, wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich vorgstellt hat und das Vertrauen im Fluss des Lebens, dass sich die Dinge so entwickeln, wie es für einen, für seine ganz spezielle persönliche Entwicklung gerade am besten ist. Unsere Träume, Vorstellungen können Wegweiser sein – insofern diese nicht vom Ego/Verstand stammen – aber sie verraten nicht, ob es für uns auch wirklich richtig wäre, wenn sie in Erfüllung gingen.

      Vielleicht würde uns ein langgehegter Traum doch nicht so glücklich machen, wie wir es jetzt glauben zu wissen, wenn er denn endlich in Erfüllung ginge. Wer weiß? Nicht nur, dass wir nicht alles kontrollieren können, wir wissen oft nicht einmal mit Sicherheit, ob ein Traum, ein Ziel, auf das wir hinarbeiten, für dessen Erreichung wir uns so sehr anstrengen, uns am Ende wirklich glücklich machen würde. Das Ego/der Varstand hat viele gute Gründe, uns bestimmte Träume, Ziele zu suggerieren, ohne das es uns vielleicht bewusst ist; sei es aus dem purem Streben nach Sicherheit, aus Eitelkeit oder um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen. Leider ist der Ego-Verstand nicht so leicht zu überlisten.

      Hier ein lesenswerter Beitrag dazu: Der Verstand, der über unsere Träume lacht
      https://schreibendleben.weebly.com/blog/der-verstand-der-ber-unsere-trume-lacht

      Oder diese, hier in meinem Blog:
      https://imflussdeslebens.wordpress.com/2016/11/22/dem-geldmangel-mit-akzeptanz-begegnen-konversationen-mit-dem-verstand/
      https://imflussdeslebens.wordpress.com/2017/04/15/wer-geduld-hat-kann-warten/

      Und diese, zum Thema Ego-Verstand, innerer Widerstand, Akzeptanz:
      https://sellamoll.weebly.com/immer-im-jetzt/ablehnung-und-innerer-widerstand
      https://sellamoll.weebly.com/immer-im-jetzt/den-inneren-widerstand-annehmen

      Roger, vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße
      I-F-D-L

      Liken

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